Zur Kritik des deutschnationalen Korporationswesens in Österreich unter besonderer Berücksichtigung antisemitischer Traditionslinien und nationalsozialistischer Bezüge
Andreas Peham
Seit Anfang der 1990er Jahre sehen sich deutschnational und vor allem völkisch Korporierte und insbesondere Burschenschafter in Österreich angesichts ihrer politischen Orientierung und Betätigung verstärkt medialer und wissenschaftlicher Kritik ausgesetzt. Tatsächlich erfüllen - wie im Beitrag aufgezeigt wird - zahlreiche deutschvölkische Korporationen eine Art Scharnierfunktion: sie verbinden auf personeller und/oder ideologischer Ebene den Deutschnationalismus mit dem militanten Rechtsextremismus (Neonazismus).