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Demokratie im Dampfkessel

Podiumsdiskussion, 8. April 2025

Soziologische Studien wie die „Leipziger Autoritarismusstudie“ messen seit Jahrzehnten das antidemokratische Potenzial rechtsextremer Einstellungen in der deutschen Bevölkerung – das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes hat mit seinem „Rechtsextremismus-Barometer 2024“ daran angelehnt, eine ähnliche Langzeitstudie für Österreich begonnen. Das big picture ist in beiden Ländern ähnlich: Während alte Formen des (neonazistischen) Rechtsextremismus an Verbreitung verlieren, sind neue Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auf dem Vormarsch. Teil davon ist eine steigende gesellschaftliche Skepsis gegenüber Medien und Wissenschaft und ein sinkendes Vertrauen in demokratische Institutionen.

Rechtsextremismusforscher*innen aus Leipzig und Wien diskutieren bei der Veranstaltung im Wien Museum unter anderem diese Fragen: Welche gesellschaftlichen Dynamiken liegen diesen Zahlen zugrunde? Wie können wir sie interpretieren? Lässt sich so etwas wie ein antidemokratisches Potenzial überhaupt messen? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben die Entwicklungen in Deutschland und Österreich? Ist der gesellschaftliche Rechtsruck ein globales oder lokales Phänomen – oder beides? Und was lässt sich daraus für anstehende Wahlen schließen?

Podiumsdiskussion

am 8. April 2025

um 18.30 Uhr

im Wien Museum, 3. OG (Karlsplatz 8, 1040 Wien)

 

Am Podium

  • Elmar Brähler, ehemaliger Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie,
    Universität Leipzig
  • Oliver Decker, Leiter des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts an der Universität Leipzig
    und Professor für Sozialpsychologie, Sigmund Freud Universität
  • Evrim Erşan Akkılıç, Rechtsextremismusforscherin am DÖW
  • Andreas Kranebitter, Wissenschaftlicher Leiter des DÖW
  • Moderation: Nina Horaczek, Chefreporterin Falter

 

Eintritt frei, Anmeldungen sind auf der Seite des Wien Museum möglich. Zur Anmeldung

 

 

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